Winterliche Prag

In den letzten Jahren ist der Winter viel wärmer als noch vor ein paar Jahren. Die Temperaturen können stark über Null Grad sein und deshalb eignet sich das Wohnmobil vollkommen für einen mehrtätigen Ausflug. Diesmal kommt die Stadt Prag auf die Reihe. Eine schöne Stadt, über die ich viel Interessantes gehörte und verweilte dort bei Gelegenheit für ein paar Stunden. Doch das war auf jeden Fall zu wenig. 

Wir packten in das Wohnmobil alles, was wir brauchten, und machten uns auf den Weg. Hinsichtlich darauf, dass wir mit der Fahrt so gegen Mittag begannen, war es klar, dass wir auf dem Weg irgendwo übernachten müssen. Wir entschieden uns in Lednice zu übernachten, einer kleinen Stadt, nicht sehr weit weg von Wien, bzw. einige zehn Kilometer von der Grenze mit Tschechien und Österreich. Ich bin überzeugt davon, dass die meisten noch nie für Lednice und für deren Sehenswürdigkeit, das mächtige Schloss mit einem großen Park, den größten In Tschechien überhaupt, hörten. Das Schloss ist ein Teil der in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommenen Kulturlandschaft Lednice-Valtice. Spät am Abend kamen wir im dicken Nebel und nach einigen unnötigen Kilometern auf Kosten von »Micke«, also dem Navi, endlich auf einen vollkommen leeren Parkplatz.  Das Schloss und der Park sind offiziell über das Jahr geöffnet, im Winter natürlich nicht, was auch zu verstehen ist. Wir machten einen kleinen Spaziergang durch die Stadt und stellten fest, dass wir nichts Neues lernen werden, denn es gab nirgends eine lebendige Seele zu finden, deshalb gingen wir lieber in das Wohnmobil zurück. Am Morgen machten wir einen Spaziergang um das Schloss und den  Park, der wirklich wunderbar ist. Diese Perle im Mai zu besuchen, muss wirklich ein unschätzbares Erlebnis sein.

Nach dem Spaziergang fuhren wir an Brünn vorbei Richtung Prag und kamen am frühen Nachmittag in den Stadtteil von Prag, genannt Troja. In der Straße, wo wir den Stellplatz reservierten, bemerkten wir, dass das die grundlegende Tätigkeit dieser Straße ist. Dort gibt es einige Mini-Campingplätze, die Wohnmobilen Unterkunft anbieten. Die Hausbesitzer mit Gärten stellten fest, dass der Garten-Ausbau zum Campingplatz ein gutes Geschäft ist. Wir waren begeistert, die Besitzerin (so nebenbei eine recht schöne und freundliche Frau) bewältigte die Fremdsprachen gut, deshalb war die Verständigung kein Problem. Die Sanitäranlagen und Duschen waren recht ordentlich und sauber, so dass auch der weibliche Teil der Besatzung nichts zu meckern hatte, was ansonsten schnell der Fall ist. Die Frau erklärte uns freundlich den Weg ins Zentrum, auf Lager hatte sie auch Karten für den Stadtverkehr, was uns sehr gefiel. 

Natürlich rannten wir sofort zur Station, die vom Campingplatz nur einige hundert Meter entfernt war und wir fuhren schon Richtung Zentrum los. Im alten Stadtteil stiegen wir aus und erforschten in den nächsten zwei Tagen die alten Straßen, Sehenswürdigkeiten, überquerten die Karlsbrücke, die stets voll von Touristen ist. Natürlich gingen wir auch zum Schloss und genossen den Anblick auf die Stadt und das bunte Angebot auf den Ständen. Das Essen dort war direkt hervorragend, deshalb litten wir keinesfalls an Hungersnot.


Wir besichtigten auch Troja und stellten fest, dass sich in unmittelbarer Nähe der Zoo, botanischer Garten und ein recht schönes Schloss, das aber im Winter leider geschlossen ist, befinden.

Nach Besichtigung der Prag machten wir uns auf den Weg Richtung Budweis, wo wir unseren Kofferraum voll mit Bier auffüllten. Hier gibt es gutes Bier, das im Vergleich zu unserem auch recht billig ist. Von dort aus fuhren wir nach Graz, wo wir im Reisemobil Stellplatz übernachteten - ein großer Stellplatz, sehr ordentlich und fast immer voll. Von dort aus fährt der Bus ins Zentrum, das sich schon in Adventsstimmung befindet. Der Spaziergang durch die Stadt war recht angenehm.

Am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Slowenien. Um unseren Land kein Unrecht zu tun besuchten wir Ptuj. Na ja, wir stellten fest, dass im Gegensatz zu den Schlössern und Palästen in Tschechien, hier das Schloss für die Besucher geöffnet ist. Mit Freude hatten wir das Schloss besichtigt, und waren über die Ausstattung und den Erhaltungszustand begeistert. So stellten wir am Ende erneut fest, dass es überall schön ist, doch am schönsten ist es jedoch zu Hause. Wer hätte das gedacht ….

Das war auch der letzte Punkt, zwar ein wenig kurzer, aber jedoch intensiver Reise. Das nächste Mal gehen wir aber woandershin, vielleicht nach Budapest, vielleicht nach Wien, wer weiß.

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